Blastozystentransfer und Timelapse

Bis zu 53 % Schwangerschaftsrate mit dem Blastozystentransfer in der Deutschen Klinik Bad Münder/Hannover.

Über alle Altersgruppen hinweg erreichen wir im IVF Zentrum Bad Münder mit dem Blastozystentransfer im Durchschnitt eine Schwangerschaftsrate von 53 %. Nur aufgrund eingeschränkter Ovarialkapazität kommt nicht bei jeder Patientin ein Blastozystentransfer in Betracht.
Das Prinzip der extrakorporalen Befruchtung (IVF) besteht darin, die Eizellen (Oocyten) der Frau mit den Samenzellen des Mannes außerhalb des Körpers, d. h. bei der IVF im Reagenzglas, bei der ICSI per Injektion einer einzelnen Samenzelle in das Zellplasma einer Eizelle, zusammenzuführen. Wenn es zur Befruchtung und Zellteilung gekommen ist, überträgt man die Embryonen üblicherweise nach 2–3 Tagen in die Gebärmutter (Embryotransfer).

Die In-vitro-Kultur über 5–6 Tage bis zum Teilungsstadium der Blastozyste versetzt uns in die Lage, die zeitgerechte Entwicklung durch tägliche Kontrolle der Zellteilung auch mit Hilfe einer Zeitraffer-Kamera (GERI Inkubator) zu verfolgen. Dadurch lässt sich das Entwicklungspotential besser abschätzen.

Bei der künstlichen Befruchtung (IVF oder ICSI) dürfen alle gewonnenen Eizellen befruchtet werden. Naturbedingt erreicht aber durchschnittlich nur eine von vier befruchteten Eizellen das Blastozystenstadium. Von diesen ist nur jede zweite implantationsfähig.

Bei der Blastozystenentwicklung durchläuft der Embryo ein genetisch festgelegtes, zeitlich determiniertes Teilungsprogramm: Es beginnt mit dem sogenannten Pronukleusstadium (PN-Stadium) an Tag 1 nach der Befruchtung, setzt sich fort mit dem 2-Zell- oder 4-Zellstadium an Tag 2, dem 8-Zell- bis 12-Zellstadium an Tag 3 und dem Morulastadium an Tag 4, bis es das Blastozystenstadium an Tag 5 oder 6 erreicht.

Das Embryonenschutzgesetz erlaubt die Weiterkultur von mehreren befruchteten Eizellen, um die gewünschte Anzahl von implantationsfähigen Embryonen für den Transfer zu erhalten. Die Entstehung überzähliger Embryonen vermeidet man dabei nach Möglichkeit.
Sollten weniger als 5 befruchtete Eizellen zur Verfügung stehen, raten wir Ihnen von einem Transfer am Tag 5 ab: Das Risiko, dass das Blastozystenstadium nicht erreicht wird, wäre dann unverhältnismäßig hoch.

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