Entweder im Rahmen des Erstgesprächs oder nach Abschluss der notwendigen Diagnostik wird die Durchführung der Reagenzglasbefruchtung mit Ihnen besprochen.
Bei dieser Behandlung werden - sofern Sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen - von der Gesetzlichen Krankenkasse nur 50% der Kosten erstattet, die andere Hälfte ist vom behandelten Paar selbst zu tragen. Damit die Krankenkasse ihren Anteil an den entstehenden Kosten übernimmt, muss zunächst ein Kostenplan bei der Versicherung eingereicht werden, den wir für Sie erstellen.
Üblicherweise wird im Zyklus vor der eigentlichen IVF-Therapie eine Vorbehandlung mit einer “Pille” durchgeführt. Diese wird Ihnen bereits im Vorfeld rezeptiert. Sie sollten mit der Einnahme am ersten Zyklustag beginnen und an diesem Tag auch in unserer Klinik anrufen.
Bitte melden Sie sich telefonisch am 1. Tag der Pilleneinnahme unter der Tel.-Nr. der
Wir besprechen dann mit Ihnen den weiteren Ablauf der Behandlung, um eine Kalenderwoche für die Punktion der Eizellen festzulegen. Gern gehen wir dabei auf Ihre Terminwünsche ein, sofern dies sowohl der zeitliche Ablauf der geplanten Therapie als auch die Sprechzeiten des behandelnden Arztes zulassen. Sollte es einen Zeitraum geben, den Sie für die Therapie komplett ausschließen möchten – sei es, weil Sie im Urlaub sind oder Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin aus beruflichen oder persönlichen Gründen verhindert sind – so teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir diese Angaben bei unserer Planung berücksichtigen können.
Bitte beachten Sie, dass wir nur den ungefähren Zeitraum einer Kalenderwoche angeben können – nicht aber den genauen Zeitpunkt der Punktion.
Nach Ihrem Anruf wird Ihnen ein Patientenausweis zugeschickt, in dem der Zeitablauf mit den ersten Untersuchungen eingetragen ist. Unabhängig vom verwendeten Stimulationsprotokoll finden Sie dort einige wichtige Termine:
Sind die Follikel beim Ultraschall groß und zahlreich genug, dann wird der Eisprung ausgelöst. Vorher werden noch Medikamente zur Unterdrückung des natürlichen Eisprungs gegeben, damit die Ovulation nicht vorzeitig eintritt.
Frühestens 36 Stunden nach der Gabe des eisprungauslösenden Medikaments kommt es zur Ovulation. Dieser kommt man mit der ultraschallgesteuerten Entnahme der Eizellen zuvor. Aufgrund dieser wichtigen zeitlichen Zusammenhänge ist es von großer Bedeutung, dass die Spritze und die Punktion jeweils pünktlich erfolgen, wobei natürlich ein Zeitpolster vorhanden ist.

Die Eizellentnahme (Punktion) erfolgt meist im Laufe des Vormittags. Sie müssen nüchtern zu diesem Termin erscheinen, da der Eingriff in einer kurzen (weniger als 10 Minuten dauernden) Narkose vorgenommen wird. Ihr Partner wird Sie begleiten, da wir an diesem Tag auch die Spermien zur Befruchtung der Eizellen benötigen.
Der Narkosearzt wird mit Ihnen noch über den Ablauf der Narkose sprechen und Ihre Fragen diesbezüglich beantworten. Dann werden nehmen Sie auf einem gynäkologischen Stuhl Platz, der Partner kann – wenn er möchte – bei der Punktion anwesend sein.
Es wird ein venöser Zugang gelegt, in den die Medikamente zum Einschlafen gespritzt werden und kurz danach schlafen Sie tief und fest. Nach der Punktion werden Sie in den Aufwachraum gebracht, wo Sie sich ausschlafen können, meistens sind die Patientinnen jedoch schon 15 Minuten nach der Punktion wieder wach und ansprechbar. Ihnen wird mitgeteilt, wieviele Eizellen gefunden wurden und nach einem abschließenden Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt können Sie wieder nach Hause fahren. Eine Krankmeldung können Sie selbstverständlich bekommen.
Am Tag nach der Punktion werden Sie von unserem IVF-Labor angerufen und
Zum Zeitpunkt des Transfers haben sich die Embryonen bereits mehrmals geteilt und haben 2-10 Zellen, was von der Geschwindigkeit der Zellteilung und vom Zeitpunkt des Transfers abhängt. Der Transfer selbst ist nicht schmerzhaft und entspricht vom Ablauf dem Vorgehen bei einem Abstrich für die Krebsvorsorge.

Der Gebärmutterhals wird mit einem Spekulum eingestellt und die Scheide mit einem Tupfer gesäubert. Anschließend wird ein Katheter durch den Gebärmutterhals geführt, der zunächst nur den Weg bahnen soll. Die Embryonen liegen derweil noch im Brutschrank und werden dort erst herausgeholt, wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind.
Die Embryonen werden in einen sehr feinen und weichen Schlauch aufgenommen und dort in der Spitze platziert. Dieser Schlauch wird durch den bereits liegenden Fürhrungskatheter in die Gebärmuterhöhle geschoben. Dort werden die Embryonen mit einer sehr geringen Flüssigkeitsmenge “eingespült”. Der Transferkatheter wird im Anschluss noch einmal kontrolliert und wenn die Embryonen sicher in der Gebärmutter gelandet sind, dann ist die Prozedur beendet und Sie können wieder aufstehen. Anschließend werden Ihnen noch einige Verhaltensmaßregeln mit auf den Weg gegeben sowie der Termin für den Schwangerschaftstest.
Am Tage des Schwangerschaftstests müssen Sie zur Blutentnahme entweder in unsere Klinik oder zu Ihrem Frauenarzt gehen. Wird die Blutentnahme außerhalb durchgeführt, dann haben Sie bereits am Transfertag einen Versandkarton mit Blutentnahmematerial bekommen, mit der Sie uns die Blutproben zusenden können. Meist noch am gleichen Tag oder einen Tag später können Sie das Ergebnis des Schwangerschaftstests bei uns erfragen.
Wie wahrscheinlich eine erfolgreiche Behandlung in unserer Klinik ist, können Sie in unserem gesonderten Kapitel über die Erfolgsraten nachlesen.