Warten oder handeln?
Nicht zuletzt eine Frage des Alters
Unabhängig von organischen, medizinisch fassbaren Ursachen wird die Fruchtbarkeit vor allem durch Faktoren wie Alter, Umwelt, Sexualverhalten, Lifestyle u.a. sehr stark beeinflusst.
Abbildung: Durchschnittliche Erfolgsraten in Deutschland in Abhängigkeit vom Alter der Frau (zum Vergrößern anklicken).
Die Zunahme der ungewollten Kinderlosigkeit beruht vor allem darauf, dass immer mehr Paare ihre Familienplanung in einen späteren Lebensabschnitt verschieben und mit zunehmendem Alter - insbesondere der Frau - eine Abnahme der Fruchtbarkeit einhergeht. Die meisten Schwangerschaften (ca. 75%) treten bei fruchtbaren Paaren bereits innerhalb der ersten 3 Zyklen mit ungeschütztem Verkehr ein. Nach 6 Zyklen ist bereits von einer Einschränkung der Fruchtbarkeit auszugehen. Nach 1 Jahr mit unerfülltem Kinderwunsch muss jedes 2. Paar als erheblich subfertil oder vielleicht sogar infertil angesehen werden.
Ihre Vorgeschichte ist von Bedeutung
Das bedeutet, dass bei Frauen über 35 Jahre diagnostische Schritte und evtl. Therapien bereits nach 6 erfolglosen Zyklen eingeleitet werden sollten. Bei Nachweis eines signifikanten Sterilitätsfaktors (Tubenschaden, Blutungsunregelmäßigkeiten, ausgeprägte männliche Fertilitätsstörung) ist auch bei jüngeren Frauen ein abwartendes Verhalten nicht sinnvoll.
Auf der anderen Seite kann bei unauffälligem Befund durchaus 1 bis 2 Jahre abgewartet werden, da unter günstigen Voraussetzungen noch eine gute Erfolgsaussicht für eine Spontanschwangerschaft besteht. Im Zweifel fragen Sie Ihren Frauenarzt oder wenden Sie sich an uns.